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(Reprint of WERGO's cover text) Cage / Hosokawa Der japanische Komponist Toshio Hosokawa bezeichnet seine Musik als Kalligrafie durch Töne in Raum und Zeit - Töne die aus der Welt des Schweigens stammen und auch wieder dahin zurückkehren. Seine Komposition "In die Tiefe der Zeit" versteht er als eine mythische Klang-Landschaft. Sein Komponieren wird damit zur topografischen Erschließung einer Wirklichkeit, die jenseits der Alltagswirklichkeit liegt: Den traditionellen japanischen Wegen (dô), das Selbst zu entdecken, fügt Hosokawa so einen weiteren Weg hinzu: den "Weg der Musik". Auch John Cage hatte sich früh dazu entschlossen, den "Weg
der Musik" zu gehen, und sich ausführlich mit nicht-westlichen
Denksystemen und Lebensweisen auseinander gesetzt. Die Sorgfalt, die die
Interpreten in "Two4" auf die Gestaltung der Einzelklänge
zu verwenden haben, und die Organisation der Stücke in "time
brackets" - Zeitklammern, die jeweils den zeitlichen Rahmen für
den Eintritt und das Ende eines Klangereignisses setzen - erinnern an
die zwei Prinzipien, die der japanische Gesang kennt: "kobushi",
die Kunst, einen Ton zu gestalten, sobald er zu klingen begonnen hat,
und "ma", die Zeit, die man abwartet, bevor man mit einem Ton
oder einer als Einheit empfundenen Tongruppe ansetzt. |